Berechnung Unterhalt

Berechnung Unterhaltsleistungen

Berechnungsschema
Höchstbetrag 8.354€

Kürzung um:

  • eigene Einkünfte
  • eigene Bezüge
  • (der unterhaltenden Person)

    = Summe der Einkünfte und Bezüge

    Karenzbetrag 624€

    = übersteigender Betrag

    Ausbildungszuschuss aus öffentlichen Mitteln

    Kürzung Bezüge und Ausbildungszuschuss um 180€, wenn keine höheren Aufwendungen nachgewiesen werden.

    = gekürzter Höchstbetrag

    Vergleich tatsächliche Aufwendungen und (gekürzter) Höchstbetrag -> abziehbar niedriger Betrag

    Erläuterungen

    Der Höchstbetrag für Unterhaltsaufwendungen beträgt 8.652€ im Jahr (für jede zu unterhaltende Person).

    Für jeden vollen Monat, in dem die Abzugsvoraussetzungen nicht vorgelegen haben, ermäßigen sich der Höchstbetrag (8.652€) und der anrechnungsfreie Betrag (624€) um jeweils 1/12. Der (zeitanteilige) Höchstbetrag gilt also ab dem Monat der ersten Zahlung im Kalenderjahr.

    Als eigene Einkünfte und Bezüge werden nur Beträge abgezogen, die 624€ (= anrechnungsfreier Betrag) jährlich übersteigen.

    Einkünfte sind alle steuerpflichtigen Einnahmen, von denen noch Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgehen. Bezüge sind steuerfreie Einnahmen (z.B. Arbeitslosengeld, Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung, Wohngeld). Diese sind jedoch der Bestreitung des Unterhalts bestimmt und geeignet.

    Kapitalerträge, die der Abgeltungssteuer unterliegen, aber von denen kein Sparerpauschbetrag abgezogen worden ist, gelten ebenso als Bezüge.

    Wenn die unterhaltsberechtige Person verheiratet ist, werden ihr die Hälfte des verfügbaren Einkommens des Ehegatten als eigene Bezüge angerechnet.

    Auch Ausbildungszuschüsse aus öffentlichen Mitteln (z.B. Bafög-Zuschüsse) werden bei der Berechnung mit herangezogen. Sowohl von ihnen als auch von den Bezügen kann aus Vereinfachungsgründen pauschal ein Betrag von 180€ abgezogen werden, wenn keine höheren Aufwendungen nachgewiesen werden. Sie werden aber nicht bei dem Karenzbetrag von 624€ berücksichtigt. Als Darlehen gewährte Leistungen (z.B. Bafög-Darlehen) werden gar nicht angerechnet.

    Erhöht wird der Höchstbetrag durch Beiträge zur Basiskranken- und Basispflegeversicherung für die zu unterhaltende Person, solange diese der Versicherungsnehmer ist.

    Der Höchstbetrag kann sich verringern, wenn Sie eine Person im Ausland unterstützen. Das Finanzamt berücksichtigt nämlich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Wohnsitzstaates (sogenannte Ländergruppeneinteilung). Ob eine Person überhaupt unterhaltsberechtigt ist, wird aber immer nach deutschem Recht beurteilt.

    Sie als Unterhaltsleistender müssen neben Ihren eigenen Angaben auch die des Unterhaltsempfängers korrekt angeben. Dieser wird vermutlich aufgrund seiner geringen Einkünfte selbst keine Steuererklärung abgeben.