Rechtsschutzversicherung

Rechtsschutzversicherung – Vor- und Nachteile

Eine private Rechtsschutzversicherung dient der Übernahme von Kosten im Zusammenhang mit privatrechtlichen Rechtsstreitigkeiten. Da rechtliche Auseinandersetzungen oft erhebliche Kosten mit sich bringen, bildet eine Rechtsschutzversicherung oft überhaupt die wirtschaftliche Voraussetzung, um einen Rechtsstreit durchführen zu können.

Zudem sollten Sie bedenken: Prozesskosten können Sie seit 2013 nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen absetzen – es sei denn, Ihre Existenz wäre sonst bedroht. Die Ausnahme greift aber in vielen Fällen nicht.

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Wesentlicher Vorteil: Reduzierung des Prozessrisikos

Üblicherweise übernimmt eine Rechtsschutzversicherung in einem Rechtsstreit anfallende Anwaltskosten, Gerichtskosten, Zeugengelder und Sachverständigenhonorare. Auch die Rechtsberatung im Vorfeld eines Prozesses gehört zu den Leistungen der Versicherung. Für den Versicherungsnehmer bietet die private Rechtsschutzversicherung damit den Vorteil, dass er das finanzielle Risiko einer Prozessführung weitestgehend ausschalten kann. Da die Kosten eines Rechtsstreits leicht viele tausend € betragen können, bedeutet dies eine erhebliche Entlastung.

Besonders empfehlenswert ist eine Rechtsschutzversicherung in Fällen in denen ein hohes Risiko eines Rechtsstreits besteht, so z.B. als Vermieter oder Berufskraftfahrer.


Nachteile der Rechtsschutzversicherung

Rechtsschutzversicherungen sind allerdings nicht billig. Die Beiträge variieren je nach Umfang des gewählten Rechtsschutzes. Zudem ist eine Reihe von Versicherungsfällen normalerweise von der Leistung ausgeschlossen oder es müssen spezielle Zusatzversicherungen vereinbart werden, häufig z.B. bei Scheidungen, Familienstreitigkeiten, Erbangelegenheiten, Auseinandersetzungen um Baumaßnahmen oder bestimmte Wertpapiergeschäfte. Trotz Bestehen einer Versicherung greift der Versicherungsschutz dann nicht. Oft sind auch Wartezeiten beim Versicherungsschutz zu beachten. In den meisten Fällen beginnt er frühestens drei Monate nach Versicherungsabschluss.

Letztlich sollte noch beachtet werden, dass Fälle mit Selbstverschulden oder erwarteter Aussichtslosigkeit des Prozesses nicht übernommen werden.


Sparpotenzial nutzen

Um bei der Rechtsschutzversicherung zu sparen kommen verschiedene Faktoren zu tragen. Zum einen wirkt sich die Zahlweise der Prämie auf deren Höhe aus. Für eine halb- und vierteljährliche Zahlweise werden meistens Aufschläge verlangt, ebenso für eine monatliche Begleichung. Das können Sie durch eine jährliche Zahlung der Versicherungsprämie verhindern.

Der zweite Faktor ist eine vereinbarte Selbstbeteiligung. Diese kann zwischen 150€ und 500€ liegen. Erst wenn Beträge über dieser Grenze liegen, leistet die Rechtsschutzversicherung. Der Vorteil liegt aber darin, dass Sie einen niedrigeren Beitragssatz zahlen müssen.

Zudem sollten Sie wirklich nur die Risiken versichern lassen, die Sie auch benötigen. Streichen Sie z.B. den Verkehrsrechtsschutz, wenn Sie gar kein Auto fahren.

Schließlich wirkt sich auch die Vertragslaufzeit auf die Höhe des Versicherungsbeitrags aus. Eine längere Laufzeit bewirkt einen niedrigeren Beitrag.